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Gemeinde Egenhofen  |  E-Mail: poststelle@egenhofen.de  |  Online: http://https://www.egenhofen.de

Umbau und Erweiterung der Kläranlage Egenhofen

Kläranlagenumbau
 

Der Abwasserzweckverband Schweinbach-Glonngruppe ist für die Abwasserbeseitigung in den Gemeinden Egenhofen und Oberschweinbach zuständig.

Das Abwasser wird aufgenommen und in der Verbandskläranlage in Poigern behandelt, die Ableitung des geklärten Abwassers erfolgt anschließend in die Glonn.


Die Kläranlage wurde am 15.12.1982 erstmals in Betrieb genommen. Sie war damals für 5.980 Einwohnergleichwerte (EGW) bemessen,  Anfang 1995 erfolgte eine rechnerische Abstufung auf 4.900 EGW. Grund hierfür war, dass die ab 5.000 EGW erforderliche Reinigungsstufe (Ammoniumstickstoff) damals mit dieser Anlage nicht zu erreichen war.

Durch die Abstufung konnte zum damaligen Zeitpunkt ein Umbau der Anlage vermieden werden.


Es ist jedoch so, dass das Abwasser nur in ein Gewässer eingeleitet werden darf, wenn seine Beschaffenheit bestimmte Mindestanforderungen erfüllt, die bundeseinheitlich im Wasserhaushaltsgesetz festgelegt und in der Abwasserverordnung konkretisiert sind.


Die Erlaubnis zur Einleitung von Abwasser aus der Kläranlage in die Glonn wird vom Wasserwirtschaftsamt befristet auf 15 Jahre erteilt und muss nach Ablauf dieser Frist jeweils neu beantragt werden.

Voraussetzung für die Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis ist dabei die ordnungsgemäße Abwasserbehandlung und die Einhaltung der damit verbundenen wasserwirtschaftlichen Anforderungen.


Insbesondere eine maßgebliche Änderung der Bayerischen Fischgewässerqualitätsverordnung, die die Glonn als Lebensraum heimischer Fische verbessern und erhalten soll, fordert Grenzwerte, die mit der bestehenden Anlage nicht mehr eingehalten werden können.

Für die Erteilung bzw. Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis wurde der Umbau bzw. die Erweiterung der Kläranlage damit zwingend notwendig und von der Wasserrechtsbehörde bis zum Jahre 2010 gefordert. 
 

Seit 28 Jahren übernimmt die Kläranlage Egenhofen die Abwasserbeseitigung unseres Verbandsgebietes, die wasserwirtschaftlichen Anforderungen (strengerer Umweltschutz im Gegensatz zu den vergangenen Jahren) sind enorm gestiegen ebenso die Anzahl der Einwohner.


Die Finanzierung der Baumaßnahme ist durch die Erhebung von Verbesserungsbeiträgen erfolgt. Hierfür gab es verschiedene Gründe, welche wir nachfolgend erläutern möchten.


Dem Zweckverband war es nicht möglich, Rücklagen zu bilden und mit diesen die Baumaßnahme zu finanzieren. Rücklagen lassen sich nur bilden, sofern eine kalkulatorische Abschreibung von den Anschaffungs- und Herstellungskosten ohne Straßenentwässerungsanteil und Grunderwerbskosten erzielt werden kann.


Bei der Kalkulation des Abwasserzweckverbandes ergaben sich negative Beträge in Bezug auf die Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben, es konnte keine Abschreibung angesetzt werden und damit auch keine Rücklagen gebildet werden.


Auch die Fördermittelvergabe seitens des Staates konnte der AWZV nicht erlangen. Bei der Fördermittelvergabe unseres Staates wird zwischen Kleinkläranlage und Großkläranlage unterschieden. Bei Kleinkläranlagen gibt es verschiedene Fördermittel, die beantragt werden können. Die Kläranlage Egenhofen zählt zu den Großkläranlagen.


Fördermittel werden grundsätzlich nur gewährt, wenn bereits bestehende Ortsteile noch nicht einleiten und diese an die jeweilige Kläranlage angeschlossen werden sollen.

Für die Vergrößerung/Erweiterung der bestehenden Kläranlage wegen Anschluss von Neubaugebieten beispielsweise gibt es keine Fördermittel, daher erhält auch jeder Neuanschließer einen Herstellungsbeitragsbescheid.


Eine weitere Überlegung des Zweckverbandes war es, die Finanzierung über Gebühren anstatt über die Verbesserungsbeiträge vorzunehmen.


Dem Zweckverband erschien der Verbesserungsbeitrag am sozial verträglichsten, da mit der einmaligen Einforderung des Verbesserungsbeitrages für die Baumaßnahme Umbau/Erweiterung der Kläranlage Egenhofen, alles abgegolten ist und bei der Finanzierung über Gebühren kämen auf die Bürger ständig wiederkehrende erhöhte Kosten zu.

 

Am 15. Oktober 2010 ist der Spatenstich für die Umbaumaßnahme Kläranlage Egenhofen erfolgt.


Der Kläranlagenumbau dient letztendlich der Aufrechterhaltung und Verbesserung der Abwasserbeseitigung im gesamten Verbandsgebiet und kommt damit allen Anschlussnehmern zu Gute. Der Kläranlagenumbau ist ein aktiver Beitrag zum Schutz unserer Lebensgrundlage Trinkwasser, insbesondere wird diese Maßnahme für die derzeit schlechte Wasserqualität der Glonn eine erhebliche Verbesserung zur Folge haben.

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